Münchens Zukunft entsteht

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MÜNCHENS ZUKUNFT ENTSTEHT

In der Münchner Innenstadt entsteht in Rekordtiefe eines der Schlüsselprojekte der neuen zweiten S-Bahn Stammstrecke: die Station Marienhof. Sika Lösungen machen es möglich.

 

GROSSE PLÄNE

2025 verabschiedete der Deutsche Bundestag einen bis dato beispiellosen Infrastrukturfonds in Höhe von CHF 460 Milliarden, um Deutschlands Bahninvestitionen anzukurbeln. Davon profitiert auch der Bau der zweiten Stammstrecke der Münchner S-Bahn, die für kürzere Pendelzeiten sorgt und den Verkehr entlastet.

Die ursprüngliche, erste Münchner S-Bahn-Stammstrecke wurde vor über 50 Jahren eröffnet, um die Anbindung zwischen Innenstadt und Umland zu verbessern. Heute ist sie während der Hauptverkehrszeit die am meistbefahrene zweigleisige Eisenbahnstrecke Deutschlands.

Die neue, elf Kilometer lange Strecke wird parallel zur bestehenden Linie verlaufen, wobei ein rund sieben Kilometer langer, doppelröhriger Tunnel künftig den Zugverkehr in beide Richtungen ermöglichen wird. Neben der Erweiterung von zwei Umsteigebahnhöfen entsteht die S-Bahn Station Marienhof tief unter der Münchner Innenstadt. Das anspruchsvolle Bauprojekt kann dank Sika Lösungen realisiert werden.

Grosse Pläne

Der Bau der zweiten S-Bahn Stammstrecke zählt zu den grössten Infrastrukturprojekten Deutschlands.

Konzipiert für eine moderne Stadt

Die neue, elf Kilometer lange Strecke verläuft parallel zur bestehenden Stammstrecke und ermöglicht es, deutlich mehr Fahrgäste schnell und direkt ins Stadtzentrum zu bringen.

URBANE REALITÄTEN

In über 40 Metern Tiefe entsteht mit dem Haltepunkt Marienhof die tiefste S-Bahn Station Deutschlands – direkt unter der lebendigen Münchner Innenstadt mit mittel­alterlichen Wurzeln. Um die historischen Wahr­zeichen nicht zu gefährden, müssen Bahnsteige, Tunnel und Verbindungs­stollen der Station Marienhof mit ausreichendem Abstand errichtet werden.

Die Projekt­teams bewegen sich durch ein äusserst dichtes Geflecht aus Leitungen, Kabeln und technischen Anlagen, die Energie, Wasser und andere essenzielle Dienste bereitstellen. Hinzu kommt ein enormer Erd- und Grund­wasser­druck, der bislang jede ingenieur­technische und bauliche Entscheidung massgeblich beeinflusst hat.

120

Jahre Lebensdauer

über 45

Meter tief

7

km langer Doppelröhren-Tunnel

00:00/00:00

VISION TRIFFT ENTSCHLOSSENHEIT

«Bereits fünf Jahre vor dem eigentlichen Aushub haben wir gemeinsam mit den wichtigsten Projektpartnern begonnen, gezielt Lösungen zu entwickeln, um das Wasser fernzuhalten und das Tragwerk dauerhaft zu stabilisieren. Bei einem Projekt dieser Grössenordnung ist es entscheidend, sich früh mit den wesentlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen»

Marco Bloch
Produktingenieur für Bauwerksabdichtung bei Sika Deutschland

Wenn jede massive Wand, jede Deckentafel und jede Verstärkungs­säule dauerhaft widerstands­fähig und wasserdicht ausgeführt sein muss, dann gilt das ebenso für die zahlreichen Detailausbildungen. Gerade die Übergangs­bereiche benötigen aufgrund der Deckelbauweise durchdachte Lösungen.

Sika arbeitete bei der Entwicklung, Prüfung und Anpassung der Abdichtungssysteme eng mit den Projektpartnern zusammen.

Intensive Entwicklungs- und Testsphasen – sowohl vor Ort als auch ausserhalb – haben massgeschneiderte Abdichtungslösungen geliefert und das Vertrauen zwischen den Partnern weiter gestärkt.

Zugang zu den Verbindungsstollen und Tunnelbereichen erfolgt über die Druckluftschleuse

Transportschacht für die komplette Versorgung und Entsorgung der Baustelle

Zu Sikas Partnern gehören die Deutsche Bahn als Projekt­auftrag­geberin, das Baukonsortium ARGE Marienhof, das Ingenieurbüro Schiessl-Gehlen-Sodeikat sowie die August Reiners Bau­unter­nehmung, spezialisiert auf Abdichtungs­technik und Ingenieurbau.

Ingo Lehmberg, Bereichsleiter des Abdichtungs­teams bei August Reiners, führt die erzielten Erfolge auf eine enge Zusammen­arbeit und regelmässige gemeinsame Baustellen­besuche zurück: «Innovative technische Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, war eine grossartige Erfahrung. Doch Teil eines Teams zu sein, das neue Wege beschreitet, war sehr inspirierend und hat unsere Partnerschaft nachhaltig gestärkt.“
 

3 Jahre

dauerte es, das massgeschneiderte Abdichtungssystem zu testen und zu zertifizieren

5 Jahre

vor dem offiziellen Baubeginn begann Sika, das Projekt mit technischer Expertise zu begleiten

CHF 10.1 Milliarden

werden in das Projekt der zweiten Stammstrecke investiert.

Abtauchen in neue Dimensionen

Die Station Marienhof ist Deutschlands tiefste S-Bahn-Baustelle.

Massstäbe setzen

Sika lieferte nicht nur ein projektspezifisches Abdichtungssystem, sondern setzte auch Massstäbe für das gesamte Projekt der zweiten Stammstrecke.

MEHR DYNAMIK

Vor dem Innenausbau dichten die Teams derzeit die enorme Bodenplatte und die Wände der Station ab. Parallel dazu läuft der Tunnelbau im Druckluftvortrieb weiter, um die neue Station mit einer nahegelegenen U-Bahn-Station zu verbinden.

Mit jedem erreichten Meilenstein kommt die Stadt ihren Zielen näher und sorgt für eine verbesserte Anbindung an die Münchner Innenstadt.